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Das Weinviertel ist bekannt für seine einzigartige Kulturlandschaft und wertvolle Biodiversität. Doch immer häufiger wird dieses Gleichgewicht durch sogenannte Neophyten, also eingeschleppte, gebietsfremde Pflanzenarten, bedroht. Diese Arten können sich rasant ausbreiten, heimische Pflanzen verdrängen und ganze Ökosysteme nachhaltig verändern. Die Folgen reichen von einem Verlust an Artenvielfalt bis hin zu wirtschaftlichen Schäden in Landwirtschaft und Infrastruktur. Genau hier setzt unsere Neophyten-Challenge an: Gemeinsam möchten wir das Auftreten invasiver Pflanzen im Weinviertel sichtbar machen und aktiv dagegen vorgehen. Mit Hilfe einer App könnt ihr Neophyten direkt vor Ort fotografieren und melden. So entsteht eine wertvolle Datengrundlage, die hilft, Ausbreitungen frühzeitig zu erkennen und gezielt Maßnahmen zu setzen. Jeder Beitrag zählt – egal ob Spaziergang, Radtour oder Arbeit im Freien. Mach mit – für ein gesundes, vielfältiges Weinviertel!
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Jetzt geht die Suche los! Findest du einen der gesuchten Neophyten, mache in der App iNaturalist ein Foto, lokalisiere den Standort und lade es hoch. Deine Beobachtung wird automatisch der Challenge hinzugefügt.
Unter allen Teilnehmenden mit mehr als 10 Beobachtungen verlosen wir 3 JBL Noise-Cancelling Bluetooth Kopfhörer im Wert von je 100€.
Der Götterbaum (Ailanthus altissima) ist ein invasiver Neophyt aus Asien, der sich im Weinviertel rasch ausbreitet. Er wächst schnell, ist sehr widerstandsfähig und verdrängt heimische Pflanzen, indem er ihnen Licht, Wasser und Nährstoffe entzieht. Zusätzlich sondert er Stoffe ab, die das Wachstum anderer Arten hemmen. Seine Wurzeln können zudem Schäden an Gebäuden und Straßen verursachen. Typische Merkmale sind seine großen, gefiederten Blätter mit vielen länglichen Einzelblättchen, ein glatter, grauer Stamm und ein oft unangenehmer Geruch beim Zerreiben der Blätter. Im Sommer bildet er auffällige, geflügelte Samen, die sich leicht verbreiten. Da er sich sowohl über Samen als auch über Wurzelausläufer vermehrt, ist seine Ausbreitung schwer zu stoppen. Umso wichtiger ist es, ihn früh zu erkennen und zu melden.
Große weitgefiederte Blätter
Glatter, rissiger und gräulicher Stamm
Der Staudenknöterich (Fallopia japonica) ist ein stark invasiver Neophyt, der sich rasant ausbreitet und heimische Pflanzenbestände verdrängt. Durch sein dichtes, hohes Wachstum nimmt er anderen Arten Licht und Raum. Zudem können seine kräftigen Wurzeln Straßen, Uferbefestigungen und Gebäude beschädigen. Typische Merkmale sind bambusähnliche, hohle Stängel, große herz- bis eiförmige Blätter und dichte Bestände, die mehrere Meter hoch werden können. Im Spätsommer bildet er viele kleine, weißliche Blüten in Rispen. Der Staudenknöterich verbreitet sich sowohl über Samen als auch über kleinste Wurzel- oder Stängelstücke, weshalb er besonders schwer zu bekämpfen ist.
Herzförmige Blätter
Rot gefleckter, bambusartiger Stamm
weiße, buschige Blüten
Das Ragweed (Beifuß-Ambrosie, Ambrosia artemisiifolia) ist ein invasiver Neophyt aus Nordamerika, der vor allem wegen seiner starken Allergieauslösung problematisch ist. Schon geringe Mengen an Pollen können bei vielen Menschen Heuschnupfen, Atembeschwerden und sogar Asthma auslösen. Typische Merkmale sind tief eingeschnittene, beidseitig grüne Blätter, ein aufrechter, verzweigter Wuchs und unscheinbare grünliche Blütenstände. Die Pflanze kann bis zu einem Meter hoch werden und blüht meist von Juli bis September. Da sich Ragweed rasch über Samen verbreitet und gesundheitliche Probleme verursacht, ist es besonders wichtig, sein Auftreten früh zu erkennen und zu melden.
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mit Unterstützung des Maschinenring Niederösterreich